06.09.09 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
exkaputtgehen auf den plätzen leerer versprechungen: halle-neustadt














kunstausstellung – fast auf der straße! in der gif (galerie im fenster), reitbahnstraße 84, eröffnungsfeier schon vorbei
„stereo heckert“ (siehe gleichnamige glosse) muss nun hinter glas – weil es nirgends sonst mehr ist. die stereo total-posterstrips von vorgestern, den neunzigern, wurden endlich nach rund 13 jahren ganz abgewaschen. na. also. wortwörtlich ist street art auf der straße. beim spazierengehen for example. abrissbrandmauern verwandeln sich in teddybärenbilder, die keiner sieht – fantastischer-& beispielsweise. man sieht das, was man nicht sieht. eine art – niemandskunst. man kann eine archäologie von kinderkreidezeichnungen unter plattenbaubalkonen veranstalten. die augen gehen auf wanderschaft. es steht viel geschrieben, ebenso bilder. street art kann auch gehört werden, klaro! einige anwohner verlieren ihre contenance, wenn angekokelte biotonnenkübel fotografiert werden. manches fällt auf, anderes nicht. modern talking geht von kinderhand an jede wand – wahrscheinlich anno dazumal. ein fan muss externalisieren – zeichnen, kleben – an die wand. jemand von den stadtwerken repariert einen verteiler- und schaltkasten.er droht auseinander zu gehen. mit holzstäben und kabelbinder bastelt sie/er ein gestell dafür. es entsteht eine komposition, aus mindestens drei verschiedenen situationen: amtlicher spraylack, bunte tags der schlechtesten sprüher dieser stadt, herbstlaub. naja. das schönste stadtmobilar ist der sperrmüllhaufen. tschüß, gif (galerie im fenster). oder ich schau mir alles gleich hier an, weil ich woanders wohne:
nirb

auf dem weg nach hoyerswerda hbf (utopia im leeren raum) 
drinnen ist wie draußen (fortwährend negativ konnotiert)

berlin crime (strukturschwach)

versorgungszentrum (den untergang verwalten)

glücksspirale (zielsetzung stadtumbau ost: gutes beispiel hoyerswerda)
chroniken zum pogrom von 1991 (hier und hier), das sich im september jährt