20.08.09 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
kunstausstellung – fast auf der straße (in der gif)

kunstausstellung – fast auf der straße! in der gif (galerie im fenster), reitbahnstraße 84, eröffnungsfeier schon vorbei

„stereo heckert“ (siehe gleichnamige glosse) muss nun hinter glas – weil es nirgends sonst mehr ist. die stereo total-posterstrips von vorgestern, den neunzigern, wurden endlich nach rund 13 jahren ganz abgewaschen. na. also. wortwörtlich ist street art auf der straße. beim spazierengehen for example. abrissbrandmauern verwandeln sich in teddybärenbilder, die keiner sieht – fantastischer-& beispielsweise. man sieht das, was man nicht sieht. eine art – niemandskunst. man kann eine archäologie von kinderkreidezeichnungen unter plattenbaubalkonen veranstalten. die augen gehen auf wanderschaft. es steht viel geschrieben, ebenso bilder. street art kann auch gehört werden, klaro! einige anwohner verlieren ihre contenance, wenn angekokelte biotonnenkübel fotografiert werden. manches fällt auf, anderes nicht. modern talking geht von kinderhand an jede wand – wahrscheinlich anno dazumal. ein fan muss externalisieren – zeichnen, kleben – an die wand. jemand von den stadtwerken repariert einen verteiler- und schaltkasten.er droht auseinander zu gehen. mit holzstäben und kabelbinder bastelt sie/er ein gestell dafür. es entsteht eine komposition, aus mindestens drei verschiedenen situationen: amtlicher spraylack, bunte tags der schlechtesten sprüher dieser stadt, herbstlaub. naja. das schönste stadtmobilar ist der sperrmüllhaufen. tschüß, gif (galerie im fenster). oder ich schau mir alles gleich hier an, weil ich woanders wohne:

nirb

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06.08.09 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
alles raus: exkaputtgehen in hoyerswerda

richtung hauptbahnhof

auf dem weg nach hoyerswerda hbf (utopia im leeren raum) drinnen ist wie draußen

drinnen ist wie draußen (fortwährend negativ konnotiert)

berlin crime nordsachsen (strukturschwach)

berlin crime (strukturschwach)

stadtteil 8 (versorgungszentrum wohnkomplex VIII)

versorgungszentrum (den untergang verwalten)

glücksspirale

glücksspirale (zielsetzung stadtumbau ost: gutes beispiel hoyerswerda)

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chroniken zum pogrom von 1991 (hier und hier), das sich im september jährt

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10.07.09 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
exkaputtgehen auf dem smart-system-campus

das konsum-backwarenkombinat ist bis auf ein villengebäude planiert worden. ohne die nachbarschaftliche ansiedlung des chemnitzerischen vorzeige-tu-start-up-projekts „smart-system-campus“ tät diese ehemalige industriebrache noch heute viele schaulustige und findige leute anlocken. graffiti, kaputte neonröhren, rave und brombeern – das machte spaß.

der stura der tuc lud exkaputtgehen zum studentischen initiativentag ein. exkaputtgehen reihte sich zwischen juso-hochschulgruppe und laufevent-verein mit einer backwarenkombinatsgedenkveranstaltung ein. natürlich schnitten uns rektor und pressesprecher, kein bißchen achtsamkeit auch bei den anderen herumschlendernden. außer rucksäcken und umhängetaschen blieb kaum jemand am stand hängen – der historische speiseplan hinter glas zerschmetterte dafür am boden – mehrmals ohne jegliche reue.

nur gut, dass exkaputtgehen ein konzept hatte. nun suchen wir fotos und devotionalien (mauerreste und tortenheber etc.) vom ehemaligen backwarenkombinat. wer hat was? melden bei exkaputtgehen@yahoo.de
backwarenkombinat1.jpg

nirb

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