16.09.07 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
Richtige DJs im Weltecho: Erinnerungen in Dur
Hallo!
Hier präsentieren wir Partypigcxs wie sie im Internet üblich sind.

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Exkaputtgehens „Guess I Was Indie” – popkulturelles Kompaktwissen für den so genannten Dancefloor
Es gibt zuviele Leute, die sehr stark auf handgemachten Rock beharren und alles andere, wie z.B. Hip Hop für beknackt halten. Das ist rassistisch und wir finden das bekloppt. DvL 1995
Exkaputtgehens (musikalisches) Selbstverständnis hebelt da, wo es die inszenierte Wochenendrevolution zwischen „Deutschpop” und immergleicher Indiedisko als größtes Unbehagen zu überwinden gilt.
Und das ist meist dort wo der Pfeffer wächst – in der schon zu oft ab- gehakten Nische nämlich und dort wo Blumfeld verkünden, dass ihr System keine Grenzen kennt. Da wo Adorno früher , Büsser u. Behrens mit der kritischen Theorie der Popkultur heute schwarzmalen und Intro Digitalism als das nächste große Ding in Hochglanz ausgibt.
Für uns bleibt wünschenswert – und deshalb auch diese Veranstalt- ung -, dass sich Popmusik vielmehr als subversive und dissidente Strategie – als Differenz statt im Konformismus – ausdrückt. Exkaputtgehen liefert mit der „Guess I was Indie” – Auflegerei eine verschiedene popkulturelle Anthologie unter „den Interessanten” und Bemerkenswerten aus 6 Mio. Jahren Popgeschichte, die bestenfalls Kopf und Fuss gleichermaßen in diszko/ursive Bewegung bringt.

nachdem der jüngste versuch, ware (heft) gegen geld zu tauschen, getrost als erfolg bezeichnet werden kann (es sind wohl nur noch 5 hefte übrig) und weder motivation noch material eine weitere verkaufsoffensive für heft no.1 zulassen, hat sich die redaktion entschieden, den letzten schritt zur lückenlosen selbstausbeutung zu gehen.
das haus- und hoffanzine aller neomarxistINNen, hausbesetzerINNEN, auskennerINNEN und sonstiger hoffentlich cooler leute inkarniert sich heute im vollen umfang ins WorldWideWeb: unter der rubrick “fotos” auf der Ekg- myspacepräsenz findet sich nun ein album mit dem aufschlussreichen namen “heft no. 1″ und dem, in mühevoller Arbeit mit runtergeladenem Photoshop in “jpg”- dateien umgewandelten, kompletten inhalt desselben. nun kann endlich jedeR, die/ der bisher zu doof war, ein heft zu erwerben und dennoch klug genug ist, sich per “klar kenne ich das ekg” nicht von coole- leute- grüppchen zu disqualifizieren für den eigenen erkenntnissgewinn sorgen. (kostenlos!)
wer viel muse hat, kann unter beiträge, die besonders gefielen oder verärgerten, auch sogenannte “kommentare” posten (ausser sie/ er ist nicht bei myspace und damit doof), was sicher den einen oder die andere autorIN freuen würde.
auch sonst wäre, stellvertretend für das niedliche tierchen auf dem cover, die redaktion über rückmeldung(en) aus der leserschaft überaus dankbar. schliesslich leben wir ja in der kommunikations/ informations/ spassgesellschaft und wollen uns doch nicht ganz neben die spur setzen oder ihr etwa? eure ekg.
nachtrag vom 28.8. : eben höre ich aus der redaktion, dass die bilder ja wohl sowieso nur von sogenannten “usern” eingesehen werden können, trotz der mehrfach vorgenommenen einstellung, das album “für alle” sichtbar zu machen. tja, auf myspace ist “alle” eben nicht ein inhaltsleeres wort wie etwa “zwei”, sondern es gehören auch, und da schliesse ich mich dem ausschlussverfahren an, qualitative kriterien in den begriff, ergo: es ist ein herrlicher zeitpunkt, sich schön bei myspace zu registrieren und, anstatt draussen den sterbenden sommer anzuflennen, sich den hintern auf dem ikea- drehstuhl vor der butze platt zu sitzen; denn zu lesen gibt es, dank exkg, bei myspace genug.