21.08.07 | von m. dietzns
what`s that? – keine ahnung…

what`s that? – keine ahnung…

dies ist nun der versuch einer dokumentation der “minikontroverse”, ja des eklats, ausgelöst vom “schlägerbitchtext”. wer diskussions/ meinungsaustauschbedarf hat, kann dem – etwa mittels dem posten von kommentaren – gerne nachgehen – oder anders: wer seinen/ ihren altkugen dreckssenf dazugeben will, kann das gerne tun, es liest eh niemand. viel spass.

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latifas intervention vom 28.05. (das original befindet sich unter den kommentaren zum blog “von aussen drängelt exkaputtgehen”):

wir halten die erste ausgabe von exkaputtgehen in den händen. ein heft, das eine Plattform für die “… Mannigfaltigkeit kleinstadtgewöhnter Abenteurer…” sein möchte…manches scheint interessant beim lesen und der erste unmut, dass kleinstadtgewöhnte abenteuerer ausschließlich männer zu sein scheinen läßt sich zumindest kurzfristig übergehen….ja, ich freue mich sogar, dass wenigstens zwei artikel auch frauen ansprechen, die es in besagter kleinstadt ja doch zu geben scheint und die sich wenigstens mit einer mitschreibenden auch äußern…trotzdem: der aspekt gender scheint kein nennenswerter blickwinkel zu sein unter dem ein thema u.a. auch betrachtet werden sollte, und das obwohl doch im vorfeld fleißig geklebt und gelesen und getanzt wurde(?)…wir sind zunächst ein wenig enttäuscht und denken na gut, es sind alle viel beschäftigt und überhaupt: wer nichts macht, macht auch keine fehler…diese enttäuschung schlägt allerdings bei dem artikel “dangerflirt mit der schlägerbitch” in wut um: was will uns der autor mit diesem artikel eigentlich sagen?….dass er, wenn überhaupt den cube club nur in begleitung gut aussehender junger, wohl geformter, ihn anhimmelnder mädchen verläßt, die wahnsinnig gespannt auf seine indieplattensammlung sind(?)…was spielt es für eine rolle, daß die besagte frau blond gefärbt war…? und wieso zum teufel empfindet dieser mensch sexuelle erregung, wenn er von einer frau geschlagen wird?

…abgesehen davon, dass die intention des artikels unklar und für menschen, die chemnitz zufällig nicht kennen(woher soll mensch denn wissen, was der kirschmund ist), schlichtweg unverständlich ist, läßt er außerdem spielraum für mehrere merkwürdige interpretationen(hat der autor vielleicht ein inniges verhältnis zu seinem fahrrad? oder hat ihn die erscheinung einer frau, die gewalttätig sein kann dermaßen in seinem frauen(welt-)bild erschüttert, dass es ihn jetzt unheimlich dazu drängt diesen artikel zu schreiben?)….kurz: der artikel ist schlichtweg sexistisch und wir finden es traurig, daß das heft solch unreflektierten äußerungen raum gibt….

für uns wäre eine stellungnahme von seiten des autors, die die veröffentlichung des artikels rechtfertigt notwendig, ansonsten würden wir alle lesenden und vor allem die redaktion zu einer entsprechenden entfernung des artikels auffordern.

die latifa-redaktion.

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reaktion vom 04.06.:

hi latifa, ich folgere daraus, dass nun der text, den ich längst las, in meinem postfach liegt, dass die antwort, die ich eigentlich über myspace euch zusandte wohl nicht übermittelt wurde (zum kotzen).

ich hoffe ihr habt verständiss dafür, dass ich etwas ärgerlich bin und auch technikfeindlich für die nächsten zwei stunden, dass ich also nicht die volle bandbreite dessen, was ich eigentlich schon schrieb, erneut eintippe, sondern nur eine zusammenfassung/ abkürzung:

ich schreibe nicht im namen der redaktion, vielleicht jedoch für mich und herrn ebbi rot, wenn ich sage, dass wir sehr interessiert sind an einer auseinandersetzung zum thema (vor allem betreffend den text). vielleicht könnten wir uns zusammensetzen(auch mit dem autor?) und darüber uns austauschen, damit auch für die männer aus der redaktion (mich eingeschlossen), denen der sexismus des textes entweder nicht aufgefallen ist oder “ironisch” vorkam, eure kritik transparent, nachvollziehbar wird. ich kann nicht allein entscheiden, aber habe schon die absicht, ein erscheinen des textes in der zweiten auflage zumindest zu problematisieren, es müsste sich ein “seitenfüller” finden, am besten vielleicht ein theoretisches gegengewicht zum alten text (mensch könnte gemeinsam eine kritik formulieren und dort hinstellen vielleicht…) oder ähnliches, bevor dieser rausfallen kann, jedenfalls wäre es , wie ich finde, blöd, einfach den text kommentarlos zu streichen. soviel dazu.

m. dietzns.

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was die geile redaktion sagt:

nach längerem (gemeint ist weniger inhaltlich sondern tatsächlich zeitlich) hin und her und scheinbarer apathie und handlungsunfähigkeit in der redaktion, zeichnete sich, betreffend den umgang mit der kritik und mit dem von ihr getroffenen beitrag, schließlich doch eine zufriedenstellende handlungsoption ab. diese wurde jedoch verworfen. die gross angelegte theoretische abarbeitung am text sei, “als schiesse man mit kanonen auf spatzen”, wie ein freund in unmissverständlichem sprichwortwörtlexikondeutsch erklärte. konsensfähig (zustimmen mussten nurmehr noch zwei personen, nachdem die restredaktion sich aus der kontroverse verabschiedet hatte) wurde später der vorschlag, den text – versehen mit halbironischen durchstreichungen, die als intervention dem charakter des beitrages eher gerecht werden als etwa eine sexismusanalyse – im heft zu lassen. auch, weil mittlerweile einige menschen die beschwerde von latifa im postfach liegen haben, und nun doch wenigstens der “stein der anstosses” ersichtlich werden sollte.

die redaktion.

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10.08.07 | von m. dietzns
exkaputtgehen findet Hausbesetzung mehr als okay

Bernsdorf/Altchemnitz/Mitte. Das neue Magazin “ekg” solidarisiert sich mit den HausbesetzerInnen. Wäre nicht die Hälfte der Redaktion im Urlaub, in cooleren Städten oder krank, hätten sie so etwas auch schon viel früher gemacht.
Insgeheim war “Das Haus zum Heft” ein griffer Spruch in den Redak- tionsräumen. Zum Straßenfest im (”neuen” ) “Kämpfer” fernab allen zivilgesellschaftlichen Schmocks, sozialpädagogischer Bevormundung und Kinderschminken errichteten die Kulturschaffenden von ekg ihren obligatorischen Sperrmüllberg – bezogen Stellung mit Eventverkaufs- stand (Bild1). Neben der aktuellen Ausgabe eröffneten sie Interes- sierten und in sozialer Kompetenz wohl Gebetteten die Möglichkeit sich als MC zu flippigen Beats auszuprobieren (Bild2). Bis in die Nacht hinein beschallten ekgDj´s mittels gebrannter Spex-sampler und popeligestem aber fahrbaren Soundsystem alle Reitbahnstraßen- nutzerInnen (Bild3).
aufleg und rumsitz

Superaufleg

Schienen + Leute

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05.08.07 | von m. dietzns
neuigkeiten/ heft zwei ist unterwegs/ spaßnachricht

nachdem einige zeit, wie es heisst, ins land ging, meldet sich nun mal wieder eure ex. es muss wohl jeden moment so weit sein, dass ein teil der redaktion mit dem gesamtbudget (in euro: null) im copyshop steht, und heftausgabe zwo in den druck gibt. allein, es existieren offiziell ungefähr drei bis vier texte und null andersartige beiträge von redaktionsmitgliedern – von den nicht vorhandenen arbeiten der unmotivierten freien autorINNen sprechen wir gar nicht – und das heft wäre damit zwar in der herstellung recht günstig, segelte aber freilich am selbstgestellten anspruch (der eigentlich, wenn schon nicht zu formulieren, dann doch wenigstens vielleicht einst noch zu klären ist) meilenweit vorbei. es geht also mit der heissen phase zeitgleich in die sommer- und herbstpause oder anders: es sind wahrscheinlich aller- grösste anstrengungen nötig, um eine zweite ausgabe nicht erst zu weihnachten erscheinen zu lassen. jedes redaktionsmitglied ist sich spätestens ab heute im klaren darüber, dass keine sommerdepres- sion, verkorksten urlaube, schreibblockade etc. uns jetzt noch von einer zielstrebigen produktion abhalten darf, oder anders: jeder mickrige fetzen (ausgedachter) erfahrung muss geschickt verwurstet werden, in textform etwa.

da kommt der geplante exkaputtgehen- stand beim strassen/haus- projekt/aufklärungsfest am 10.08. an der reitbahnstrasse 84 in chemnitz eigentlich überhaupt nicht gerade recht, aber immerhin, vielleicht können wir ja die immernoch recht grossen lagerbestände des ekg no.1 etwas ausdünnen mit einem sommerschlussverkauf: halber preis macht nach wittgenstein 1 euro pro exemplar, und wer zu lange wartet bekommt keins mehr oder eins geschenkt. über ein zahlreiches erscheinen von leuten aus der ja scheinbar doch recht grossen exkaputtgehen- blogfangemeinde würden wir uns sicher freuen (keine garantie), aber es kommen bestimmt auch zum beispiel muttis und politiker, die eine beinah ursprüngliche akkumu- lation per tausch – geld gegen heft – auf ein für chemnitz historisches niveau peitschen, und damit die möglichkeit einer weit ausdiffer- enzierten wertschöpfungskette – auch in vermeintlichen krisenzeiten – unter beweis stellen. man kann alles schaffen, wenn man nur daran glaubt, und bereit ist, sich dafür halbtot zu rackern. jo.

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