10.09.07 | von Ebbi "Frechi Fercgel" Rot
exkaputtgehens Guess I Was Indie am 14.09 im Weltecho

Exkaputtgehens „Guess I Was Indie” – popkulturelles Kompaktwissen für den so genannten Dancefloor

Es gibt zuviele Leute, die sehr stark auf handgemachten Rock beharren und alles andere, wie z.B. Hip Hop für beknackt halten. Das ist rassistisch und wir finden das bekloppt. DvL 1995

Exkaputtgehens (musikalisches) Selbstverständnis hebelt da, wo es die inszenierte Wochenendrevolution zwischen „Deutschpop” und immergleicher Indiedisko als größtes Unbehagen zu überwinden gilt.
Und das ist meist dort wo der Pfeffer wächst – in der schon zu oft ab- gehakten Nische nämlich und dort wo Blumfeld verkünden, dass ihr System keine Grenzen kennt. Da wo Adorno früher , Büsser u. Behrens mit der kritischen Theorie der Popkultur heute schwarzmalen und Intro Digitalism als das nächste große Ding in Hochglanz ausgibt.
Für uns bleibt wünschenswert – und deshalb auch diese Veranstalt- ung -, dass sich Popmusik vielmehr als subversive und dissidente Strategie – als Differenz statt im Konformismus – ausdrückt. Exkaputtgehen liefert mit der „Guess I was Indie” – Auflegerei eine verschiedene popkulturelle Anthologie unter „den Interessanten” und Bemerkenswerten aus 6 Mio. Jahren Popgeschichte, die bestenfalls Kopf und Fuss gleichermaßen in diszko/ursive Bewegung bringt.
Ebbis “I guess I was Indie”-Flyer

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21.08.07 | von m. dietzns
Exkaputtgehen No.1 nun online bei myspace einzusehen

nachdem der jüngste versuch, ware (heft) gegen geld zu tauschen, getrost als erfolg bezeichnet werden kann (es sind wohl nur noch 5 hefte übrig) und weder motivation noch material eine weitere verkaufsoffensive für heft no.1 zulassen, hat sich die redaktion entschieden, den letzten schritt zur lückenlosen selbstausbeutung zu gehen.
das haus- und hoffanzine aller neomarxistINNen, hausbesetzerINNEN, auskennerINNEN und sonstiger hoffentlich cooler leute inkarniert sich heute im vollen umfang ins WorldWideWeb: unter der rubrick “fotos” auf der Ekg- myspacepräsenz findet sich nun ein album mit dem aufschlussreichen namen “heft no. 1″ und dem, in mühevoller Arbeit mit runtergeladenem Photoshop in “jpg”- dateien umgewandelten, kompletten inhalt desselben. nun kann endlich jedeR, die/ der bisher zu doof war, ein heft zu erwerben und dennoch klug genug ist, sich per “klar kenne ich das ekg” nicht von coole- leute- grüppchen zu disqualifizieren für den eigenen erkenntnissgewinn sorgen. (kostenlos!)
wer viel muse hat, kann unter beiträge, die besonders gefielen oder verärgerten, auch sogenannte “kommentare” posten (ausser sie/ er ist nicht bei myspace und damit doof), was sicher den einen oder die andere autorIN freuen würde.
auch sonst wäre, stellvertretend für das niedliche tierchen auf dem cover, die redaktion über rückmeldung(en) aus der leserschaft überaus dankbar. schliesslich leben wir ja in der kommunikations/ informations/ spassgesellschaft und wollen uns doch nicht ganz neben die spur setzen oder ihr etwa? eure ekg.

nachtrag vom 28.8. : eben höre ich aus der redaktion, dass die bilder ja wohl sowieso nur von sogenannten “usern” eingesehen werden können, trotz der mehrfach vorgenommenen einstellung, das album “für alle” sichtbar zu machen. tja, auf myspace ist “alle” eben nicht ein inhaltsleeres wort wie etwa “zwei”, sondern es gehören auch, und da schliesse ich mich dem ausschlussverfahren an, qualitative kriterien in den begriff, ergo: es ist ein herrlicher zeitpunkt, sich schön bei myspace zu registrieren und, anstatt draussen den sterbenden sommer anzuflennen, sich den hintern auf dem ikea- drehstuhl vor der butze platt zu sitzen; denn zu lesen gibt es, dank exkg, bei myspace genug.

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21.08.07 | von m. dietzns
what`s that? – keine ahnung…

what`s that? – keine ahnung…

dies ist nun der versuch einer dokumentation der “minikontroverse”, ja des eklats, ausgelöst vom “schlägerbitchtext”. wer diskussions/ meinungsaustauschbedarf hat, kann dem – etwa mittels dem posten von kommentaren – gerne nachgehen – oder anders: wer seinen/ ihren altkugen dreckssenf dazugeben will, kann das gerne tun, es liest eh niemand. viel spass.

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latifas intervention vom 28.05. (das original befindet sich unter den kommentaren zum blog “von aussen drängelt exkaputtgehen”):

wir halten die erste ausgabe von exkaputtgehen in den händen. ein heft, das eine Plattform für die “… Mannigfaltigkeit kleinstadtgewöhnter Abenteurer…” sein möchte…manches scheint interessant beim lesen und der erste unmut, dass kleinstadtgewöhnte abenteuerer ausschließlich männer zu sein scheinen läßt sich zumindest kurzfristig übergehen….ja, ich freue mich sogar, dass wenigstens zwei artikel auch frauen ansprechen, die es in besagter kleinstadt ja doch zu geben scheint und die sich wenigstens mit einer mitschreibenden auch äußern…trotzdem: der aspekt gender scheint kein nennenswerter blickwinkel zu sein unter dem ein thema u.a. auch betrachtet werden sollte, und das obwohl doch im vorfeld fleißig geklebt und gelesen und getanzt wurde(?)…wir sind zunächst ein wenig enttäuscht und denken na gut, es sind alle viel beschäftigt und überhaupt: wer nichts macht, macht auch keine fehler…diese enttäuschung schlägt allerdings bei dem artikel “dangerflirt mit der schlägerbitch” in wut um: was will uns der autor mit diesem artikel eigentlich sagen?….dass er, wenn überhaupt den cube club nur in begleitung gut aussehender junger, wohl geformter, ihn anhimmelnder mädchen verläßt, die wahnsinnig gespannt auf seine indieplattensammlung sind(?)…was spielt es für eine rolle, daß die besagte frau blond gefärbt war…? und wieso zum teufel empfindet dieser mensch sexuelle erregung, wenn er von einer frau geschlagen wird?

…abgesehen davon, dass die intention des artikels unklar und für menschen, die chemnitz zufällig nicht kennen(woher soll mensch denn wissen, was der kirschmund ist), schlichtweg unverständlich ist, läßt er außerdem spielraum für mehrere merkwürdige interpretationen(hat der autor vielleicht ein inniges verhältnis zu seinem fahrrad? oder hat ihn die erscheinung einer frau, die gewalttätig sein kann dermaßen in seinem frauen(welt-)bild erschüttert, dass es ihn jetzt unheimlich dazu drängt diesen artikel zu schreiben?)….kurz: der artikel ist schlichtweg sexistisch und wir finden es traurig, daß das heft solch unreflektierten äußerungen raum gibt….

für uns wäre eine stellungnahme von seiten des autors, die die veröffentlichung des artikels rechtfertigt notwendig, ansonsten würden wir alle lesenden und vor allem die redaktion zu einer entsprechenden entfernung des artikels auffordern.

die latifa-redaktion.

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reaktion vom 04.06.:

hi latifa, ich folgere daraus, dass nun der text, den ich längst las, in meinem postfach liegt, dass die antwort, die ich eigentlich über myspace euch zusandte wohl nicht übermittelt wurde (zum kotzen).

ich hoffe ihr habt verständiss dafür, dass ich etwas ärgerlich bin und auch technikfeindlich für die nächsten zwei stunden, dass ich also nicht die volle bandbreite dessen, was ich eigentlich schon schrieb, erneut eintippe, sondern nur eine zusammenfassung/ abkürzung:

ich schreibe nicht im namen der redaktion, vielleicht jedoch für mich und herrn ebbi rot, wenn ich sage, dass wir sehr interessiert sind an einer auseinandersetzung zum thema (vor allem betreffend den text). vielleicht könnten wir uns zusammensetzen(auch mit dem autor?) und darüber uns austauschen, damit auch für die männer aus der redaktion (mich eingeschlossen), denen der sexismus des textes entweder nicht aufgefallen ist oder “ironisch” vorkam, eure kritik transparent, nachvollziehbar wird. ich kann nicht allein entscheiden, aber habe schon die absicht, ein erscheinen des textes in der zweiten auflage zumindest zu problematisieren, es müsste sich ein “seitenfüller” finden, am besten vielleicht ein theoretisches gegengewicht zum alten text (mensch könnte gemeinsam eine kritik formulieren und dort hinstellen vielleicht…) oder ähnliches, bevor dieser rausfallen kann, jedenfalls wäre es , wie ich finde, blöd, einfach den text kommentarlos zu streichen. soviel dazu.

m. dietzns.

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was die geile redaktion sagt:

nach längerem (gemeint ist weniger inhaltlich sondern tatsächlich zeitlich) hin und her und scheinbarer apathie und handlungsunfähigkeit in der redaktion, zeichnete sich, betreffend den umgang mit der kritik und mit dem von ihr getroffenen beitrag, schließlich doch eine zufriedenstellende handlungsoption ab. diese wurde jedoch verworfen. die gross angelegte theoretische abarbeitung am text sei, “als schiesse man mit kanonen auf spatzen”, wie ein freund in unmissverständlichem sprichwortwörtlexikondeutsch erklärte. konsensfähig (zustimmen mussten nurmehr noch zwei personen, nachdem die restredaktion sich aus der kontroverse verabschiedet hatte) wurde später der vorschlag, den text – versehen mit halbironischen durchstreichungen, die als intervention dem charakter des beitrages eher gerecht werden als etwa eine sexismusanalyse – im heft zu lassen. auch, weil mittlerweile einige menschen die beschwerde von latifa im postfach liegen haben, und nun doch wenigstens der “stein der anstosses” ersichtlich werden sollte.

die redaktion.

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