live aus israel 2 25.05.
live aus jerusalem
es handelt sich, so viel sei im vorfeld schon verraten, um die wahrscheinlich religioeseste und damit psychopatischste stadt der welt. damit nicht orthodoxe juden und moslems sich beim kampf um die vorherrschaft im christlichen viertel gegenseitig abknallen, stehen regierungs-mg-schuetzen paarweise aller fuenf meter zwischen obstlaeden und pissecken der altstadt. es herrscht ein klima der angst, beziehungsweise der geborgenheit.
da dem autor vor erlebnissreichtum die einzelheiten zergehen, sei hier anhand der fotografisch festgehaltenen momente ein knapper chronologischer bericht geliefert: bazar-einkaufen; menschen mit t-shirts; katze, stacheldraht, drachen; klagemauer (fotografieren verboten, deshalb fotografiert); autor mit pappkaeppchn; grosse kinder nehmen kleinen kindern den ball weg, soldaten unternehmen nichts; soldaten unternehmen immernoch nichts; fleischschaukasten und kaetzchen, fleischreste (ein spaziergang fuehrte den autor durch die fleischergasse, und er musste mit sandalen durch blutlachen stelzen, und hielt tapfer drauf. eine geschichte, die sich herrlich erzaehlen laesst…); traktor holt muell ab und ueberfaehrt beinah alle; am toten meer ist wueste und eine festung von vor 2000 jahren; israelische luftwaffe fliegt mit 3 kampffliegern typ f16 im tiefflug manoever (leider kein foto davon); einzige vegetation suedlich von jerusalem, bestehend aus drei palmen am toten meer; exkursionsteilnehmerInnen schmieren sich erdoelaehnliche substanz auf die koerper und verbrennen sich die fusssohlen (leider kein foto davon); f16 kampfflieger feuern boardkanonensalven in die uferzone des toten meeres (leider nicht stattgefunden). die naechte verbringt der autor im kellersaal des “citadel hostel”, dessen dach einen netten ausblick auf die altstadt jerusalems bietet – was bei der orientierung im haeuser – und gassengewirr (ebbi rot:”bei google earth sieht das aus wie ein slum”) allerdings ueberhaupt nicht hilft.

vom dach der jugendherberge (praktisch: man kann wunderbar sehen, wo sich gerade der sperrmüll befindet)

kellersaal (grosse kinder nehmen kleinen kindern den ball weg)