live aus israel 3 27.05.
gefuehlter tag 9
heraus aus der welt der religionen und damit der kontraste fuehrte den autor ein ausflug an die bezalel akademie, der hiesigen kunsthochschule. jerusalem, die stadt der hoehenunterschiede, bot dem bauvorhaben seinerzeit eine nette anhoehe jenseits aller sonstigen urbanen infrastruktur , und seit dem befindet sich auf einem huegel in einem bunkeraehnlichen gebaeude die akademie. hier erfuellen sich antiimperialistische (alb)traeume, reicht der blick doch bis zu palaestinensischen gebieten und zum ultimativen schikanewerkzeug, der “mauer”. dass israel die horrenden baukosten nicht nur aufbrachte, um den armen arabern mal wieder unter die nase zu reiben, dass man sie jederzeit wahlweise vertreiben oder vernichten koennte, unterstreicht ein vorfall, der auch die bezalel akademie veranlasste, personen- und taschenkontrollen an den eingaengen durchzufuehren: in der cafeteria explodierte ein sprengstoffguertel mit seinem traeger, und toetete dabei fast zwanzig studierende. millionenfaches genervtes augenrollen kann nicht darueber hinwegtaeuschen, dass man es genau dieser vermeintlichen paranoia und schikane verdankt, wenn man dort heute ohne angst ein sandwich essen kann.
zweites highlight: ein mann mit nur einem arm. der hammer. ausserdem gibt es in der kunsthochschule, so die aus london stammende beauftragte fuer public relations, die groesste anzahl von computern “in one place” im gesammten nahen osten. das glaubt man ihr gern, weil man sowieso vor hunger kaum zugehoert, und die restaufmerksamkeit der beantwortung der frage gewidmet hat, ob photoshop hier auf haebraeisch laeuft. (es ist, wie die runtergeladene
version zu hause leider auch, auf englisch)