Dahingehen wo´s wehtut und eigentlich auch Scheisse ist 18.05.
Die Idee, suburbane Unwirtlichkeiten, pathologische Räume, die vom sonntäglich vorbeischleichendem Mob kopfschüttelnd mit “alles kaputt hier” so ihren Schimpf erhalten, rückten mit teils neurotischer Inten- tion der Parteinahme für alles Beschädigte quasi seit jeher in den Fokus einiger – fast aller – AutorInnen.
Aber auch in Imagebroschüren der Stadt Chemnitz als attraktiv funktionierend beschriebenen Räumen, die beliebte wie belebte Ausflugsziele am Stadtrand sind, sollen von uns aufgesucht werden – zum Spass und nichtzuletzt um sich seiner noch möglich erschei- nenden Anschlussfähigkeit ans Reale (Volvo 850, 1,4 Kinder, Was zu Fressen und Internet) scheinzuversichern. Der Status quo vadis, abgestoßen und angezogen von den diffusen Vorstellungen eines, von diesem “richtigen Leben” , wurde auf und abseits der zumeist angenehm gemulchten Wege vom Quintett, das leider ohne einige Andere auskommen musste, verhandelt.
Zum Nachwandern: Mit dem Auto oder Rad die B173 (Dresdner Str.) bis höhe Deponie, Tierverwertungsanlage. Abbiegen auf Zeisigwald- straße. Nach 2 km geräumigen Parkplatz direkt an der “Zeisig- waldschänke” nutzen. Besonders reizvoll sind die beiden (ausgeschil- derten) Steinbrüche etwas abseitig, die zum Teil mit Wasser gefüllt sind.


