Irgendwo zwischen Kulturtourismus und Absage an den Standort ist der Oskar-Sala-Karton anzusiedeln – ein kritisches Interfacedesign, auf alle Fälle mehr als eine Klingelanlage (unter Verwendung von: 2 Miniglühbirnen, einer freischwebenden Schaltung, diversen handgedrechselten Knöpfen und 1 Kassettenrekorder). Der Original-Oskar-Sala-Licht- und Klang-Pavillon (klick!) muss dagegen – wenns nach uns geht – zuhause bleiben. Hier die ganze story (mit Bildern): klick!
Bis zum 18.01. ist der Karton in der Weltecho-Galerie zur Jahresendausstellung “Rappel” noch zu benutzen. Danach für alle hiesigen Musikschüler zur Begleitung ihres privaten Turnbeutelkonzerts verfügbar.

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Am Dienstag, dem 31.8.2010 geht in gewisser Weise eine Zeitrechnung zu Ende. Die Pforte der Reitbahnstrasse 84 fällt ein letztes Mal labbrig ins Schloss und bekundet das historisch zu nennende Scheitern im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner: den schlechten Geschmack.
Eine Vorfeldorganisation/Tarnbehörde in Sachen guter Geschmack war konsequent die Experimentalcombo „Exkaputtgehen“ (nicht zu verwechseln mit „ExKa“, dem Zitronenbonbon), die das bunte Treiben in der Reitbahnstrasse stets mit Argwohn, jedoch aufgrund des Mangels an Alternativen, mit eiserner Treue begleitete.
Aber auch die besten Freunde müssen sich trennen und deshalb stellt sich mit dem Verschwinden der Reitbahnstrasse 84 frei nach J. Distelmeyer die Frage: „Wohin mit dem Hass?“.
Wie wäre es da z.B. mit einem thematischen Umschwung hin zu Konflikten wie „Teilprivatisierung kommunaler Energieversorger“ oder „Abriss des historisch wertvollen Hauses an der Hartmannstrasse“, oder, noch besser, „Sparvorschläge für die Stadtverwaltung in Zeiten klammer kommunaler Haushalte“?
Den Vorschlag der Oberbürgermeisterin ignorierend, sich doch bei der Stadtverwaltung zu bewerben um „die Probleme“ von innen zu lösen („wir brauchen doch Leute wie Sie“), zieht es EKG vor, noch ein letztes Mal mit dem unvermeidlichen Schrotthaufen, wenngleich diesmal als mobile Version, den Kiez ums Haus am Tag der Schliessung zu bespaßen und noch sicherer zu machen. Ein mobiles Journalistenteam wird die letzten Impressionen eines der belebtesten Viertel von Chemnitz versuchen einzufangen um damit ein zeitgeschichtliches Audiodokument zu schaffen, an dem man sich eines fernen Tages noch gerührt erfreuen kann.
31.8.2010 Frühschoppen mit Exkaputtgehen, ab 14 Uhr im ganzen Viertel, Treff vorm Haus…
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um weiteren gerüchten und verwirrungen einhalt zu gebieten, kommt nun doch noch die viel zu späte
ankündigung bezüglich unserer mittlerweile leider extremrudimentären variante einer artsommerschule in diesem jahr. nachdem der segregationsprozeß jeder „schule“ ihren eigenen raum und rahmen zuwies, kommt sie als letzte der drei kreativwalzen auf die spur. quasi das letzte aufgebot von kunst und krempel und kabale. So wird die allmählich redundierende reba84 zum letztmals rummelplatz von workshops aus dem kreativ-kreativ sektor. auch weltecho und imme werden zu herbergen selbstorganisierter bildung; bieten für alle die wirklich nichts besseres in ihren ferien und sonst wie zu tun haben das richtige nach dem falschen. also(!): einladung zu unserer interpretation von fri-skoola. noch einmal im reitbahnviertel hin und her galoppieren, bevor von der klapprigen kutsche gesprungen wird und vielleicht anderenorts.. nun ja wahrscheinlich irgendetwas passiert..fade away!
zum detailierten programm (klick!)
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